7. März 2017

Wir waren schon Papst, warum sollten wir nicht auch Alpenrand sein können. Für den ist heute ergiebiger Schneefall angesagt, bei uns schneit es. Noch muss der Winterreifen warten, bis er in sein Sommerquartier umsiedeln kann. Harald Gerlach hat leider nicht bis zu seinem heutigen 77. Geburtstag gewartet, obwohl er ihn sicher gern erlebt hätte. Ich verdanke ihm nicht nur manch Lesererlebnis als solches, sondern auch die Hinlenkung auf andere, die schrieben. Auf Ludvik Holberg etwa, den Dänen, dem Gerlach sein „Held Ulysses“ nachempfand. Oder auf Christian Dietrich Grabbe, von dem sich Gerlach gleich den kompletten Titel entlieh: „Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung“. Beide Stücke stehen dummerweise in einem Buch des Jahrgangs 1990, aus dem gleich wagenladungsweise Müllkippen versorgt wurden, als der DDR-Leser sich endlich allem zuwenden durfte, was ihm bis dato versagt war. Manch Humorist leidet noch heute schwer darunter. 


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