4. Juli 2017

Dem staubfreien Literaturkalender des Aufbau-Verlages für 1990 entnehme ich, dass heute vor 40 Jahren Vladimir Nabokov starb. Das ist natürlich Blödsinn, war aber dennoch ein Fortschritt, denn 1988 und 1989 gab es den Nabokov dort noch gar nicht am 4. Juli. Tatsächlich starb der russische Amerikaner, der in Montreux lebte, wo ich seiner gedachte, als ich 2010 von unserem Domizil in Leysin her zum Genfer See rollte, am 2. Juli 1977, dem 100. Geburtstag von Hermann Hesse. Den ich, auch das noch prahlerisch in die Netzwelt zu setzen, zweimal für je eine Woche in Montagnola besuchte, 2001 und 2011. Ich stellte mich seinerzeit nicht neben Hesses Schreibmaschine, sondern fotografierte sie einfach selbst. Immerhin las ich heute als Morgenlektüre das zweiaktige Versdrama „Der Tod“ von Nabokov und bereue es nicht. Und werde zu später Stunde „Berlin, ein Stadtführer“ nachschieben aus dem Jahr 1925. Das ist kurz genug als Reminiszenz ans Berliner Wochenende.


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