5. Juli 2017

Als Fredi Lerch vor Jahren in der WOZ Klara Obermüllers sechsbändige Werkausgabe von Walter Matthias Diggelmann besprach, zitierte er die Herausgeberin auch mit diesen Sätzen: „Seine Mutter, die ihn um viele Jahre überlebt hat, hat sich ihm noch im Jahr seiner schweren Krankheit verweigert. Sie hat ihn nie besucht. Von seinem Tod hat sie schließlich durchs Fernsehen erfahren.“ Klara Obermüller (77) war Diggelmanns Frau und hat mit ihm ein Buch über eine Reise durch die DDR verfasst, das in der DDR nie veröffentlicht wurde, obwohl es, wie im Westen zu lesen, ein  beschönigendes Bild der DDR zeigte. Offenbar war es aber nicht beschönigend genug. Heute wäre Diggelmann 90 Jahre alt geworden, wenn ihn nicht sein Krebsleiden schon 1979 hätte sterben lassen. Auf Klara Obermüller bin ich längst neugierig geworden, es hätte der Guttenberg-Affäre nicht bedurft, sie war erste Präsidentin der Gesellschaft Schweiz-DDR. Was es so alles gab einst!


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