30. Juli 2017

So nah wiederum liegt das Gute in diesem Fall nicht, das man nicht dennoch in die Ferne schweifen dürfte. Dennoch: Neugier zahlt sich angelegentlich auch aus. Wir hatten, großes Pionierehrenwort, nie, nie und nochmals nie von Bad Colberg gehört, ehe uns nicht Freunde auf die Existenz einer so genannten Terrassen-Therme aufmerksam machten. Nun waren wir da, der Ort selbst hatte 2012 laut WIKIPEDIA 116 Einwohner und war einst, als Humoristen alleweil nach Solothurn fuhren, Lektorinnen für Schweizer Literatur dagegen das erst im November durften, wenn ihr Visum für Mai bereits abgelaufen war, wie von Ingeborg Quaas berichtet, Sperrgebiet, nichts als Sperrgebiet. Tummelort für Erholungssuchende aus dem Ministerium des Inneren der DDR, 500 Meter in die eine, 800 in die andere Richtung war Klassenfeindesland. Jetzt ist es schön dort, sehr schön. Man erlebt Apfel-Minze-Aufguss mit einem Saunameister und vier Mann, gedrängte Leere sozusagen.


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