1. November 2017

In Fischers gelbleinener Bibliothek zeitgenössischer Romane war „Das letzte Glück“ der zehnte Band des dritten Jahrgangs. Hinten warb der Verlag für die bereits achte Auflage von „Der Weg des Thomas Truck“, zuerst 1902 erschienen und 1988 im Rostocker Hinstorff Verlag noch DDR-Lesern mit einem Nachwort von Andreas Zecher als Korrektiv gegen einseitige Deutungen von Heinrich Manns „Der Untertan“ ans Herz gelegt. Heute ist der 150. Geburtstag von Felix Hollaender, den Kompendien zur deutsch-jüdischen Literatur entweder gar nicht kennen (Willi Jasper, Hans J. Schütz) oder unter einem falschen Geburtsdatum behandeln. Hollaender war auch Theatermann und in seinen letzten Lebensjahren ein wichtiger Kritiker fürs 8-Uhr-Abendblatt. Dass sein Geburtstag auf den Uraufführungstag von „Othello“ (1604) und „Der Sturm“ (1611) fiel, mag er gewusst haben, seine Kritiken-Sammlung „Lebendiges Theater“ kommt dennoch fast ohne Shakespeare aus.


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