30. November 2023
Nachtrag: Drei Anwendungen in dichter Folge am Morgen bringen den Vorteil eines langen freien Tages. Ich schaffe 48 Seiten schwer genießbaren Wassermann, dessen Buch alles ist, was ich nie als Autobiographie bezeichnen würde, es ist faktenarm, selten anschaulich, kaum einmal so auf den Punkt formuliert, dass ich mir den Satz notieren würde. Gestern standen wir am Goethe-Denkmal und sahen, dass wir den Kammerbühl auf keinen Fall sehen werden in dieser Woche. Heute sahen wir das Wilhelm-Müller-Denkmal, der nur 1826 Kurgast in Franzensbad war. Der Sauvignon am Abend war der dritte trockene tschechische Weißwein, den wir kosteten, er war der schwächste, der Welschriesling der beste, auch wenn uns die Chefin des Hauses ihren Weißburgunder nahelegen wollte, der freilich auch sehr respektabel war. Mit an unserem Tisch sitzt seit dem ersten Abend ein Paar unseres Alters aus Rudolstadt, mit dem wir uns sofort gut verstanden und viel schwätzen.