Arthur Eloesser 1933
Die „Kölnische Zeitung“ veröffentlichte unter der Überschrift „Der Kunstmarkt. Kommende Versteigerungen“ in ihrer Abendausgabe vom 24. Juni 1933 folgende Notiz: „Das Antiquariat Max Perl in Berlin versteigert am 28. und 29. Juni Bücher des 16. bis 20. Jahrhunderts (darunter die Bibliothek von Dr. Artur Eloesser), Handzeichnungen, Gemälde, Graphik alter und neuzeitlicher Künstler und japanisches Kunstgewerbe. Die Bibliothek umfaßt Werke der deutschen Literatur, kunst- und kulturhistorische Schriften in reicher Zahl. Unter den graphischen Blättern Arbeiten von Aldegrever Beham, Chodowiecki, Dürer, Hollar, van Leyden, Penez, Rembrandt, Ruysdael und Tiepolo, daneben Blätter von modernen Künstlern wie Corinth, Gulbransson, Heckel, Hodler, Kollwitz, Menzel, Munch, Schwind, Stauffer, Bern, Ury und Zille.“ Zweierlei fällt auf: Eloessers Vorname ist falsch geschrieben und das Datum der Versteigerung stimmt mit Angaben bisheriger Veröffentlichungen nicht überein. Dort ist vom 28. Juli 1933 die Rede. Es könnte sich um einen einfachen Schreibfehler handeln: Juli statt Juni. Wie auch immer: Arthur Eloesser, der seit Ende 1932 am Lietzenseeufer 1 wohnte mit seiner Frau Margarete, hatte vermutlich zunächst gar nicht so sehr mit finanziellen Problemen zu tun als mit dem geringeren Platz, verglichen mit dem Quartier in der noblen Dahlmannstraße 29, wo beide mit ihren Kindern mehr als 25 Jahre gelebt hatten.
Ende 1932 war das Scheitern der Weimarer Republik weder zu leugnen noch wirksam aufzuhalten, wohl aber blieb bis zur radikal schnellen Demontage alles Bisherigen nach dem 30. Januar 1933 Raum für fast jede Hoffnung, es werde nicht so schlimm werden, wie es innerhalb von Wochen tatsächlich wurde. W. Michael Blumenthal, der Anfang des Jahres seinen 100. Geburtstag begehen durfte, hat sich für den Film „Eloesser – Wege einer deutschen Familie“, Uraufführung in Frankfurt am Main November 2024, Berlin-Premiere Ende November 2025, der vielen Bücher erinnert, die bei seinem Onkel Arthur angeschaut werden konnten. Das wird vor der Versteigerung gewesen sein, darf vermutet werden, es gibt nirgends Zahlen über den Gesamtbestand der Bibliothek Arthur Eloessers, wohl aber einen Versteigerungskatalog von Max Perl, der mir jedoch noch nirgends begegnet ist. Von 4600 Büchern ist die Rede, die unter den Hammer kamen. Nur wer selbst mit Leidenschaft eine große Bibliothek aufbaute, Platz hinreichend für eine systematische Aufstellung zur Verfügung, kann sich vorstellen, welch brutaler Schnitt das Aufgeben Tausender Bücher bedeuten muss. Das Jahr 1933 hatte für Arthur Eloesser, behaupte ich, keinen tieferen Einschnitt als diesen parat. Es brachte für ihn nicht wenig Abschied, er schrieb und tat manches letztmalig, aber er durfte noch schreiben, durfte noch veröffentlichen. Und wuchs sogar in neue Aufgaben hinein.
Seine alte „Vossische Zeitung“, für die er seit 1899 kontinuierlich und etliche Jahre dabei festangestellt gearbeitet hatte, nahm ihm bis Ende des Jahres regelmäßig Beiträge ab (auch 1934 noch, wie von mir schon beschrieben). Zugleich begann und wuchs seine Mitarbeit an jüdischen Publikationsorganen, sogar seine alte Haupttätigkeit als Theaterkritiker blieb ihm noch für eine freilich sehr begrenzte Zeit erlaubt. Schaut man sich an, was derzeitigem Wissensstand nach 1933 noch von Eloesser gedruckt erschien, dann scheint das gar nicht wenig zu sein. Falls es aber, dazu liegen leider bis heute keinerlei verlässliche Belege oder Aussagen vor, nur noch Arbeiten gegen Honorar waren, dann liegt die Vermutung nahe, dass davon auch ein Hausstand ohne erwachsene Kinder nicht problemlos aufrecht zu erhalten war. Zumal sich ein einmal gegebener Lebensstandard nicht einfach abstreifen lässt wie ein zu warm gewordener Mantel unter ersten Sonnenstrahlen. Das Jahr 1933 brachte für Arthur Eloesser, sich in dieser Hinsicht von keinem beliebigen anderen Jahr unterscheidend, zunächst Kontinuität. 1932 war das große Goethe-Jahr gewesen für die Welt, für ganz Deutschland vor allem und auch für Eloesser. Bis Mai publizierte er zweimal über die kaum überschaubare Literatur zum Goethe-Jubiläum, Ende des Jahres widmete er sich dem Goethe-Kalender auf das Jahr 1934, den die Dieterich'sche Verlagsbuchhandlung Leipzig herausgab.
Nicht viel mehr als 40 Druckzeilen füllte Eloesser oberhalb des Feuilletonstriches am 20. Dezember 1933. Seit dem 1. November erschien die Vossische Zeitung nur noch einmal am Tag, an Montagen gar nicht mehr. Das Ende kündigte sich auch äußerlich an, nachdem bereits im Jahr 1932 eine lange Artikelserie von Eberhard Buchner (30. Oktober 1877 – 4. Mai 1933) unter dem General-Titel „200 Jahre Kultur im Spiegel der Vossischen Zeitung“ von Eingeweihten als Schwanengesang gelesen werden durfte. Die Serie startete am 3. Januar, endete am 4. September 1932 und darf bis heute als eine wichtige Quelle der Zeitungs- und Zeitgeschichte gelesen werden. Wie die Vossische Zeitung dieser Jahre generell. Nur wer gar keine Ahnung von dieser Endzeit der Weimarer Republik und dem ersten Jahr des Hitler-Regimes hat, darf naiv oder dreist Parallelen zu heute ziehen, wer aber (wie ich beispielsweise) die kompletten Jahrgänge von 1928 bis 1934 von der ersten bis zur letzten Seite inklusive aller Anzeigen-Seiten studiert hat, der weiß, wie dumm solche Vergleiche sein können. Der weiß auch, dass von der Aberkennung der Staatsbürgerschaft, von Einlieferungen in Konzentrationslager, von Bücherverbrennung alles in der normalen Tageszeitung zu lesen war. Am 25. August 1933 etwa erfuhren die Leser auf der Titelseite von einer ersten Liste von 33 Personen, deren Vermögen beschlagnahmt wurde, nachdem ihnen die Staatsbürgerschaft entzogen war.
Unter diesen Namen, die Nazis drückten sich nicht vor Doktor-Titeln, hatten dafür Probleme mit der Schreibung, fanden sich: Dr. Rudolf Breitscheid, Dr. Alfred Kerr und Dr. Kurt Tucholski (!), dazu Heinrich Mann, Wilhelm Pieck, Ernst Toller, Lion Feuchtwanger, Max Hölz, Georg Bernhard, viele Jahre Chefredakteur der Vossischen Zeitung und damit auch höchster Vorgesetzter von Arthur Eloesser. Von dem stand am Vortag die Buchkritik „Ein deutscher Märtyrer“ im Blatt, Unterzeile „Friedrich Lists Bekenntnisse“. List (6. August 1789 bis 30. November 1846) gilt heute als einer der wichtigsten Ökonomen des 19. Jahrhunderts, sein Buch „Staatsinteresse und Privatwirtschaft“ ging aus den Beständen meines Vaters frühzeitig in meine über, eine hübsche Leinenausgabe, für die Deutsche Bibliothek herausgegeben von Hildegard Schwab-Felisch. „List ist der Märtyrer unserer ökonomischen Geschichte, wie Heinrich von Kleist der unserer Literaturgeschichte ist. Beide endeten durch Selbstmord.“ So Eloesser im Unterhaltungsblatt Nummer 233 am 24. August 1933. „Auf jeder Seite spürt man die ungeheure Leidenschaftlichkeit eines Mannes, der vielen Zeitgenossen unbequem war, weil er eben die faule Zeit des zu andächtig verehrten Biedermeyer mit der Peitsche seines Zornes und Spottes antrieb. Jede Seite sagt uns, wie richtig und schnell dieser Mann dachte, oder vielmehr, wie richtig er auf seinem Gebiet dachte, weil er schnell dachte.
Der summarische Blick auf den 242 Seiten starken „Goethe-Kalender auf das Jahr 1934“ enthält sich aller Kritik. Er hebt die Illustrationen hervor, die das Frankfurter Goethe-Museum beisteuerte, findet lehrreich, was Helmut Freiherr von Maltzahn zur Frankfurter Feier von Goethes 70. Geburtstag zusammentrug, aufrichtig, wie Hans Werner „Goethe als Vater“ thematisierte, „das private und familiäre Gebiet, auf dem der Dichter so gründlich scheiterte.“ Kenner Eloesser war da kaum zu überraschen und schloss: „Die besten Beiträge, meistens aus Briefen und Tagebüchern, stammen, wie es sich gehört, von Goethe selbst“. Anlass für den Blick auf Friedrich List gab der achte und letzte Band der kritischen Gesamtausgabe, Herausgeber Edgar Salin (10. Februar 1892 – 17. Mai 1974). Marie Gräfin Dönhoff nannte ihn anlässlich seines 100. Geburtstages einen „der letzten Universal-Gelehrten“. Eloesser war 1933, natürlich, möchte man sagen, auch mit dem Protokoll des Landgerichts Kufstein vertraut, demzufolge die Obduktion einen pathologischen Zustand von Leber und Milz feststellte und daraus schloss, eine Geisteskrankheit habe ihn zum Selbstmord getrieben. Das brachte dem Toten immerhin ein christliches Begräbnis, Selbstmördern sonst meist verwehrt. „List gehört wie Schiller, wie Hegel, wie David Friedrich Strauß zu den großen Schwaben, die ihr trotz allem geliebtes „Ländle“ nicht tragen oder ertragen konnten.“
Ausgerechnet mit Ibsens „John Gabriel Borkman“ ist in der Laufbahn des Theaterkritikers Eloesser der Tag verbunden, an dem letztmalig sein voller Name unter einem Beitrag stand. Er sah das Stück in der Komödie, seine Kritik stand am 24. Februar 1933 in der Vossischen Zeitung (Nummer 93, Morgenausgabe). Wer Regie führte, verriet er nicht, dafür aber die Namen von vier Mitwirkenden: Paul Wegener in der Titelrolle, Sigismund Runberg als Földal, Irene Triesch als Ella Rentheim und Hedwig Wangel als Frau Bockmann. Danach zeichnete er nur noch, wie seit 1899 schon unzählige Male, mit seinem leicht zu identifizierbaren Kürzel A.E.; sein voller Name war erst wieder und nur das eine Mal noch zu lesen, als seine Zeitung unter der Überschrift „Kulturbund Deutscher Juden“ am 27. September verlauten ließ, er gehöre dem Ehrenpräsidium an. Der betreffende Absatz im Wortlaut: „Dem Kulturbund deutsche Juden gehören bekannte jüdische Künstler an. Das Ehrenpräsidium besteht aus Leo Baeck, Martin Buber, J. Elbogen, Arthur Eloesser, Georg Hermann, Leonid Kreutzer, Max Liebermann, Max Osborn, Franz Oppenheimer und Jacob Wassermann. Bundesvorsitzender ist Dr. Kurt Singer und Bundessekretär Werner Levie. Dem Vorstand gehören u. a. an: Julius Bab. Lisbeth Cassirer (Jüdischer Frauenbund), Dr. Arthur Lilienthal, Hauptmann d. R. a. D. Dr. Loewenstein (Reichsbund jüdischer Frontsoldaten) und Dr. Eva Reichmann-Jungmann.“
Es fällt auf, dass Eloessers Doktortitel ebenso unerwähnt bleibt wie seine langjährige Zugehörigkeit zur Redaktion, ebenso für Max Osborn. Nach diesem 27. September erscheinen noch acht Arbeiten von Eloesser in der Vossischen Zeitung des Jahres 1933, 1934 weitere sechs, die Zeitung stellt zum 31. März 1934 ihr Erscheinen ein. Der vorletzte Beitrag 1933 bringt unter der Überschrift „Reise ins Anhaltinische“ Schilderungen aus Deutschland. Das ist insofern eine Rarität, als im Werk des Kritikers und Literaturhistoriker Reisebeschreibungen stets eine Nebenrolle spielten. Ausführlicher geht er auf Zerbst, Dessau und Wörlitz ein, hat für seine Schilderungen eine durchaus überzeugende Begründung: „Auch der erfahrene Reisende und Kenner deutscher Landschaften, wie wir uns öfter überzeugen konnten, hat keine sichere Vorstellung von der geographischen Lage des ehemaligen Herzogtums Anhalt, das sich einmal für so groß hielt, um sich in vier noch ehemaligere Fürstentümer teilen zu können.“ Von Wallenstein, Katharina von Russland über Martin Luther und Friedrich den Großen lässt er Namen aufmarschieren bis zu Klopstock, Winckelmann und Frau von Stein. Zu Dessau fällt ihm unter anderem eine bestimmte Büste ein: „Dessau besitzt noch die eines anderen Stadtkindes, von Moses Mendelssohn, mit dem sein Landesvater Franz Friedrich Leopold, vom Volke Vater Franz genannt, so gut über philosophische Angelegenheiten korrespondierte ...“.
Die Jubiläen von Christoph Martin Wieland (200. Geburtstag) und Max von Schenkendorf (150. Geburtstag) gaben Eloesser noch einmal die Gelegenheit zu großen Gedenkartikeln, auch Lulu von Strauß und Torney gratulierte er zu ihrem 60. Geburtstag. Letztmalig in der Vossischen Zeitung kam er auf den großen Schauspieler Joseph Kainz, dessen Jugendbriefe er einst herausgegeben, dessen Nachlass er zu verwalten gehabt hatte. „Ludwig II. und Joseph Kainz“ war der Beitrag im Unterhaltungsblatt Nummer 210 vom 1. August überschrieben, Untertitel „Gespräche auf Linderhof“. „Unser Freund, der unerschöpflich reden konnte, wenn sein faustischer Geist durch irgendeine Anregung in Bewegung gesetzt war, hatte die andere souveräne Gabe, dass er ebenso gut schweigen konnte, wenn er nicht wollte.“ Eloesser erinnert sich seines Besuchs in der Wiener Wohnung von Kainz, ruft sich die Geschenke des Königs vor Augen, selten von viel Geschmack aber immer sehr kostbar, darunter eine Meerschaumpfeife auf rotem Sammetkissen. Über Ludwig schrieb er: „Der arme König wollte durchaus ein Mensch sein und in völliger Unkenntnis des realen Lebens da unten hieß das bei ihm Dichter oder Künstler sein.“ Nach einer Aufführung von Shakespeares „Richard II.“ im Schauspielhaus hatte der König den Mimen in seine Loge befohlen und ihm Manschettenknöpfe geschenkt, da mussten alle anderen warten, auch der Theaterkritiker.
Gesonderten Hinweis verdient ein Artikel im Unterhaltungsblatt Nummer 320, das war die Ausgabe vom Mittwoch, 22. November. Arthur Eloesser berichtet von seinem Besuch bei Ernst Barlach: „Endlich hatte ich mich entschlossen, mich bei Ernst Barlach in Güstrow anzumelden, trotz freundschaftlichen Warnungen vor einem menschenfeindlichen Sonderling, der sich gegen lästige Besuche mit Selbstschüssen und bissigen Hunden verteidigen sollte.“ Als er Barlach endlich antrifft, der gar nicht in Güstrow, sondern bei Güstrow wohnt, gehen natürlich weder Selbstschüsse los, noch beißen die eindrucksvoll großen Hunde. „Dieser Künstler redet nicht, aber der angebliche Menschenfeind und Schweiger erzählt oder plaudert gern, wenn er warm wird.“ Eloesser verrät seinen Lesern, die erneute Lektüre der Barlach-Dramen habe ihn überzeugt, dass diese fast immer zu düster und „mit viel ängstlicher Symbolsucherei“ gespielt würden. Es sei aber da auch „viel Komödie, mutwillige Selbstunterhaltung eines vergnügten Spieltriebs“. Das verdient zweifelsfrei eine vertiefte Betrachtung, die hier nicht zu leisten ist. Auch für Schenkendorf und Wieland mache ich das geltend, zu beiden habe ich mich jedoch bereits ausführlicher geäußert, nachlesbar in JAHRESTAGE vom 8. Juli 2023, in BÜCHER, BÜCHER vom 14. November 2023. Den vorletzten Beitrag des Jahres 1933 widmet Eloesser dem berühmtesten deutschen Findelkind Kaspar Hauser.
Das Unterhaltungsblatt Nummer 342 in der Sonntags-Ausgabe vom 17. Dezember druckt ein Flugblatt aus dem Jahre 1829 nach, das 50.000 Gulden Belohnung verspricht für den merkwürdigen Findling, darunter beginnt Eloessers „Kaspar Hauser. Ein hundertjähriger Streit“. Nicht zuletzt als Kenner des Werkes von Jacob Wassermann, dem er erst im März zum 60. Geburtstag gratuliert hatte (Vossische Zeitung 116 vom 9. März), ist er mit der Hauser-Geschichte gut vertraut, weiß von Georg Friedrich Daumer (5. März 1800 bis 13. Dezember 1875), den der Nürnberger Rat mit der Erziehung Hausers beauftragt hatte. Paul Johann Anselm Feuerbach (14. November 1775 bis 29. Mai 1833), der als Begründer der deutschen Strafrechtslehre gilt, hat ihn das „Adoptivkind Nürnbergs – das Kind Europas“ genannt. „Der Kampf um Kaspar Hauser ist in den letzten Jahren wieder mit besonderer Heftigkeit geführt worden, mit wie schnellen und starken Schritten auch unsere Geschichte ging.“ Eloesser nennt Hauser auch „das begehrteste Spielzeug, das Nürnberg hervorgebracht hat“. Wenig später brachte Nürnberg ein sehr spezielles Spielzeug hervor, eines, mit dem ausschließlich bekennende Nazis, bekennende Antisemiten hantierten: die Rassegesetze. Am Ende waren sechs Millionen jüdische Opfer in Europa zu beklagen. Zu ihnen gehörte, selbst wenn er eines „natürlichen“ Todes starb, letztlich auch Arthur Eloesser, ganz direkt seine Frau Margarete.