13. August 2023

Nix mit Mauer heute. Maxim Biller hat einen Roman über seine Mutter geschrieben. Das verrät mir ein Nachrichtenmagazin aus Hamburg. Ich habe nichts gegen Bücher über Mütter, es darf durchaus auch die eigene sein. Aber ein Roman? Gut, ich habe eben erst eine gewisse Grunddistanziertheit zum Roman als solchem bekannt, das macht mich verdächtig. Aber: Über Rada Biller las ich in der Vergangenheit schon dies und jenes, vor allem jenes, und jetzt denke ich: wenn schon, denn schon. Aber ein Roman? Laut Besprecher kommen in dem Roman wirkliche Personen vor, was schonmal nicht sonderlich überrascht. Nur haben die wirklichen Personen nicht ihre wirklichen Namen, denn sonst könnte es diesem Roman ergehen wie einem anderen von Biller, der ihn aus der vorhandenen Feuilleton-Berühmtheit vorübergehend in eine diese transzendierende Berühmtheit drückte. Richtig: „Ezra“ hieß das Opus. So genannte Schlüsselromane spekulieren auf Insider, eher eine Kleingruppe.

 


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