4. September 2026

Gestern kursorischer Überblick über meine zirka 80 geschriebenen Seiten zu Martin Walser. Mit der Blickrichtung 2027. Wenn das letzte Quartal 2026 heranrückt, liegt es nahe, in die ebenfalls nahe Zukunft zu schauen. Was nichts gegen die Vergangenheit bedeutet. Ich lese, beim Blättern neugierig geworden, in „Die Diktatur der Geschwindigkeit“ von Peter Schneider. Das war der, der immer gerufen wurde, war ein Zeitzeuge von 68 gefragt. Also wurde er ständig gerufen, denn 1944, 1968 und 1977, westdeutsche Jahre als Arbeitgeber einer Dauer-Erinnerungskultur, verloren nie wirklich an medialem Interesse. Schneider also schrieb 1998 diesen schönen Satz: „Ich hätte nie für möglich gehalten, dass ich jemals die Gegenwart eines Panzers als Wohltat empfinden könnte.“ Lange, lange vor Anton Hofreiter, den nur seine langen Haare davon abhielten, sich eine Panzerhaube über die Rübe zu stülpen. Ich sah im NATO-Hauptquartier Russen in Uniform, 90er Jahre. War das Illusion?


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