19. Oktober 2026
Während ich im Keller mit Ausdauer die alten Jahrgänge „Journalist“ sortiere für die anstehende Ausschlachtung und Entsorgung, verpasse ich meinen heutigen Zahnarzttermin. Wir finden einen Ersatztermin in der kommenden Woche. Zu später Stunde gestern ließ Denis Scheck in seiner Bücher-Werbeverkaufsschau „Druckfrisch“ wieder einmal einem Bertelsmann-Produkt freiesten Lauf. Die deutsch-britische Kulturhistorikerin Andrea Wulf, die im kommenden Jahr das DDR-Rentenalter für Frauen erreicht, hat ein Buch über Georg Forster geschrieben, der angeblich vollkommen vergessen ist. Immerhin weiß sie und sagt es auch, dass in jenem Kleinstaat dieser Georg Forster keineswegs vergessen war, eher im Gegenteil. Das Stichwort nimmt Scheck nicht auf, es wäre zu klären gewesen, warum es der Westen war, der Forster vergaß und der Osten nicht. Stattdessen ging es um Therese Huber, die ich anno 2014 zu ihrem 250. Geburtstag als Thema hatte.