10. Juli 2026
Vom Zahnarzt nach Hause ist es ein schöner langer Spaziergang, vorausgesetzt, der Zahnarzt hat nicht mit einer Betäubungsspritze eine partielle Gesichtslähmung herbeigeführt, bei der man sich die Unterlippe mit einer Klammer an der Nase befestigen muss, damit sie nicht auf den Adamsapfel herunterbaumelt und allerlei Flüssigkeit von ihr träuft. Nein, es gibt alternativ ein Gel, welches auch betäubt, aber nicht so endlos lang anhaltend. Also: es tut dann fast gar nicht weh, und ich wandere unangefochten an einem leibhaftigen Aufsichtsratsmitglied vorbei, welches glaubt, ich hätte mich verlaufen, was ich dementiere. In gewissen Abständen fragt mich das Aufsichtsratsmitglied, warum ich denn kein Tagebuch mehr schreibe und ich gebe diverse Antworten. Jetzt, wo ich es wieder tue, verrate ich nichts. Man muss auch Geheimnisse behalten können. „Das bombastische Windei und andere Feuilletons“ zu Ende gelesen. Wer weiß eigentlich noch, was ein Windei früher mal war?