17. August 2026

Es steckt noch der Kasselzettel drin, Datum 25. Juli 1980. Welches das zweite Buch war, das ich an diesem Tag kaufte, weiß ich nicht mehr, es kostete 30 Pfennige weniger. 7,50 Mark der DDR legte ich hin für „Der neue Standpunkt. Zur Kunst des Expressionismus“, ein Band der von mir lange gesammelten Gustav Kiepenheuer Bücherei, noch nicht nummeriert. Es gibt auch irgendwo eine ältere Ausgabe. Oder gab. Kann sein, dass sie in ein Antiquariat umsiedelte. Später erwarb ich von Reclam Leipzig „Theodor Däubler“, um den geht es nämlich, von Thomas Rietzschel. Es zeigt die Jahreszahl 1988 (RUB 1262), wurde aber in SINN UND FORM, Heft 1 von 1989, als demnächst erscheinend angezeigt. Däublers 150. Geburtstag ist heute, in Triest wurde er geboren, gestorben ist er 1934. Rietzschels „Collage einer Biographie“ irritiert mich bis heute, ich neige zur Ansicht, dass Collage und Biographie getrennte Wege gehen sollten. Der Lesbarkeit wegen, sage ich altmodisch.


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