Jens Gerlach 100
„Der Wackeldackel oder Die halbe Entfernung vom Uranus zum Saturn“ - so hießen erstaunlich ausdauernd manche Bücher und etliche Buchbestandteile. Zu anderen Zeiten hießen sie „Semjon Iwanowitsch Samowarow“: Moden eben. Jens Gerlach, dessen Jubiläum wir heute stellvertretend für alle begehen, die ihn vergessen haben, dreht den Spieß um. „Einige Bemerkungen über die Fragwürdigkeit von „Erstlingswerken“ überhaupt sowie deren bezweifelbare Eignung als Thema für Befragungen nebst etlichen nur bedingt zur Sache gehörigen Abschweifungen oder Eröffnungen“ nennt er etwas in 13 Abschnitte unterschiedlicher Länge Geteiltes, dem der Aufbau-Verlag Berlin und Weimar 1974 sogleich begeistert den Buchtitel entriss: „Eröffnungen. Schriftsteller über ihr Erstlingswerk“. Gegen solche Überschrift ist „Die Hundertvierjährige, die aus dem Kellerfenster klettert und sich dabei die Kittelschürze aufreißt“ fast lyrisch kurz und einprägsam wie ein fallender Vorschlaghammer auf dem linken großen Zeh. Viel schreibt er übrigens nicht über sein eigenes Erstlingswerk, dieser Jens Gerlach, genau genommen gar nichts. Dafür erfindet er sich einen Dialog zwischen Black & White, der ein wenig Dialektik simuliert und alle Viere gerade sein lässt. Der Autor steckt eher in der Windjacke von White als im Sweatshirt von Black. Es sei ihm gegönnt.
Es wäre durchaus denkbar gewesen, dass Jens Gerlach an seine frühen DDR-Bücher dachte als seine Erstlinge zwischen Buchdeckeln. Hat er aber nicht. Stattdessen stellt er vorsorglich gleich das ganze Unternehmen in Frage, dem er zuliefert. Und gleich ein anderes Unternehmen mit, dem er nicht zulieferte, das ihn aber dennoch freundlich einbezog. Das Unternehmen, heute würde man es Projekt nennen müssen, sonst geht gar nichts, trug den Titel „Liebes- und andere Erklärungen. Schriftsteller über Schriftsteller“. Und darin gab Jo Schulz eine Erklärung über Jens Gerlach ab. Jo Schulz, einige erinnern sich, wenn sie sich Mühe geben, er schrieb solche Bücher wie „Berlin intim“ im Eulenspiegel Verlag, „Abrechnung“ im Verlag Volk und Welt oder „Frühling und Frost“ im Verlag der Nation, eigentlich Johannes Schulz (31. März 1920 – 8. April 2007), nannte sein Opus „Dichter und Angler“. „Er ist Pfeifenraucher, Obstsafttrinker. Streitbar. … Er liebt das Gespräch, denkt gern zu mindestens zweien … Er ist unbestechlich, misstraut jeglichem Vorurteil, auch dem gelegentlich eigenen.“ Schulz war sechs Jahre älter und lebte siebzehn Jahre länger als Gerlach. Unterm Strich könnte er der Glücklichere von beiden gewesen und geblieben sein. Gerlachs spätere Gedichte kreisen eher um den Tod als um anrückenden Sieg des Sozialismus.
Bis zu denen muss man sich aber erst einmal durchgelesen haben. Ganz früh war da „Der Gang zum Ehrenmal“, 1953 bei Rütten & Loening erschienen mit Vorwort von Kuba. Kuba (Kurt Barthel, 8. Juni 1914 – 12. November 1967), manche erinnern sich reflexartig, war jener Sekretär des Verbandes, dessen Aktivitäten am 17. Juni 1953 Kollegen Brecht dazu veranlasste, der Regierung vorzuschlagen, sich doch ein neues Volk zu wählen. Das war der auf einen Punkt reduzierte KuBa. Man kann sich auch an solche Reduktionen gewöhnen, es sei, man misstraut, wie Gerlach selbst, sogar den eigenen Vorurteilen. Was im Westen stets schwerer fiel als im Osten. KuBa jedenfalls begrüßte den dazumal noch in der Bundesrepublik lebenden jungen Lyriker aus Hamburg voller Enthusiasmus. „Im Sommer 1952 lernten wir ihn mit anderen jungen westdeutschen Schriftstellern auf der Wartburg kennen.“ Das Treffen diente wie andere nach 1945 dem Ziel, die Vereinnahmung der Wartburg durch die Nazis und ihre Ideologie möglichst dauerhaft rückgängig zu machen. „Wir sprechen über Gedichte, fragen: warum schreibt ihr in Westdeutschland so traurig? Man sagt, es ist wegen der Verhältnisse – gut. Aber Nazim Hikmet, der große türkische Dichter, lebte fünfzehn Jahre im Gefängnis, hat fünfzehn Jahre lang Gedichte geschrieben, und keines davon ist traurig.“
Gerlach habe geantwortet und KuBa nahm es als versteckten Vorwurf, „... wir aber leben in Westdeutschland! Ja, wir wissen gut, dass es noch eine Deutsche Demokratische Republik gibt, aber jetzt kommt es darauf an, jede Stunde darum zu wissen!“ KuBa für sich: „... unsere Kameraden in Westdeutschland können nur um uns wissen, wenn wir uns jede Stunde um sie kümmern.“ Und dann kommt es: „Wenn es so sein wird“, meinte Jens, „werden wir gläubig sein und Zuversicht bekommen.“ Nicht sehr lange später siedelte Jens Gerlach von Hamburg in die DDR über. Solche Fälle waren gar nicht so selten, verglichen mit den Übersiedlungen in die andere Richtung aber die großen Ausnahmen. Und fast alle, die aus dem Westen in den Osten kamen, es wäre ein eigenes und anderes Thema, begannen irgendwann mindestens zu fremdeln mit dem Staat der staatlichen Zuversicht. Jens Gerlach lieferte drei Poeme in bester Sowjet-Tradition, „Der Gang zum Ehrenmal“ eröffnet das Bändchen und liefert ihm den Titel, „Sam Smith. New Yorker Elegie 1952“ bildet den Mittelteil, „Hamburger Herbst 1952. Notizen“ den Schluss. Stalin kommt zweimal vor im „Gang zum Ehrenmal“, Lenin einmal. „Niemals zu zweifeln, nie zu verzagen, / immer das leuchtende / Vorbild im Blick!“ Das, wo doch selbst Karl Marx gefordert hatte: „An allem ist zu zweifeln!“
Das unerschütterte Pathos des Übersiedlers spricht für sich: „Der Oststurm lacht und singt und weht / und wer auf seinen Bahnen geht, / ist für das Licht geboren.“ Dagegen das Bild der USA, das Bild der frisch verlassenen Heimat: Elend und Hunger: „Der Pöbel braucht Ideale“. Der Reiche hat einen Swimmingpool mit vierzig Quadratmetern, neunzehn Paar Schuhe und einen Pyjama aus bestem Nylon. Allen Ernstes. Er wird sehr geschwitzt haben, dieser Reiche! Das aber wussten DDR-Leser 1953 natürlich nicht. Ebenfalls 1953 brachte der Verlag Neues Leben Berlin einen Band mit Gerlach-Gedichten heraus, Titel „Ich will deine Stimme sein“. Die Gedichte sind gegliedert in sieben Abschnitte mit Zwischenüberschriften: „Frieden – Traum vom glücklichen Leben ...“, „Kämpfer des freudigen Lebens“, „Die Revolution marschiert!!“, „Fischdunst und mennigefarbenes Rot …; „Und es ist schön, dass es dich gibt ...“, „Die Jahresuhr“ und schließlich auf den letzten Seiten „Seine Seele ist wie der Jagdschritt des Panthers“. Die Revolution marschiert für Jens Gerlach tatsächlich mit zwei Ausrufezeichen! „Wir sind die Kämpfer der Herrlichkeit, / die Jünger der kommenden Zeit!!“ Und schon auf den folgenden Seiten wieder Stalin. „Er aber blieb unerbittlich freundlich“. Und: „So hat er mich gelehrt, / ein Mensch des neuen Stern zu sein“.
Als „Stalin starb“ (Gedichttitel) dichtete Jens Gerlach: „So schwer war / noch niemals / die Nacht.“ Ich hatte nur sieben gemeinsame Lebenstage mit Stalin, die reichten nicht für eine dauerhafte Verehrung. Ich strahlte aus meinem Kinderwagen lieber Bärbel an, die mich täglich schieben durfte und schon vierzehn Jahre alt war. Später fütterte ich ihre Hühner mit dicken Regenwürmern. Soweit der private Einschub im Stile von Heinz Knobloch, der ja auch bald 100. Geburtstag hat. Und damit Schluss mit Stalin. Es bleibt dennoch mehr als nur das Angeln. Das aber hat zwangsläufig eine nicht nur beiläufige Rolle zu spielen. Auch wenn Jo Schulz Jens Gerlachs ausdauernde, mehr als zehn Jahre in Anspruch nehmende Arbeit an einem „deutschen Oratorium“ erwähnt, gedruckt wurde das scheinbar nie – oder ich übersah es. Auch das gehört übrigens zu ihm: das Übersehenwerden. In der NDL zum Beispiel breitete sich nach Mathilde Daus mehr als merkwürdiger Kritik von 1973 zu den „Dorotheenstädtischen Monologen“ Funkstille aus, die hochakademische Zweimonatsschrift „Sinn und Form“ ignorierte ihn ausdauernd bis zu seinem frühen Tod nach langem Leiden. Vielleicht lag es ja daran, dass er sich nebenher, Vielseitigkeit und unermüdliches Ausprobieren zeichneten ihn aus, auch gern an Schlager- und Beatmusik-Texten (so nannte man das zu DDR-Zeiten) versuchte.
Und so lässt sich an einschlägiger Stelle erblättern, dass er nicht nur einst bekannte DDR-Gruppen mit Texten belieferte wie Panta Rhei (mit Veronika Fischer), Uve Schikora und seine Gruppe, das Joco-Dev-Sextett, die Horst-Krüger-Band, sondern eine auch selbst gründete und leitete, ohne sich mit auf die Bühne zu stellen: WIR. Der Kompagnon dabei war Wolfgang Ziegler. Das Buch „Beat“ aus dem VEB Lied der Zeit – Musikverlag Berlin 1973, es war so etwas wie die sozialistische Alternative zum „Rock-Lexikon“ von Siegfried Schmidt-Joos und Barry Graves, welches mir mein Onkel Hubert auf dem Weg von Ulm nach West-Berlin am Hermsdorfer Kreuz konspirativ und subversiv zu treuen Händen schenkte, lobte den Texter Gerlach in hohen Tönen. Einschub im Geiste Heinz Knoblochs: Onkel Hubert war am Ulmer Theater als handwerkliches Multitalent beschäftigt und als ich Jahre später mit dem aus Ulm nach Meiningen geratenen Intendanten Ansgar Haag im Foyer mit meiner Pressekarte in der Hand plauderte, konnte er sich an diesen Onkel gut erinnern. „Beat“: „Versuche, den Kreis der Textautoren um begabte Lyriker zu erweitern, scheiterten immer wieder. Mit einer Ausnahme: Jens Gerlach. Er brach für den Tagesschlager eine Lanze, als Textautor und Gestalter von Sendungen.“ Gerlach gehörte zur Produktionsgruppe „Rhythmus 72“.
Im viele Jahre nach Gerlachs Tod erschienenen Sammelbuch „Petzow. Villa der Worte. Das Schriftstellerheim in Erinnerungen und Gedichten“ (Verlag für Berlin-Brandenburg 2016) ist er mehrfach präsent: mit Gedichten, die die Herausgeber seinem 1974 erschienenen Band „Der See“ entnahmen, jeweils mit dem Vermerk, Henry-Martin Klemt aus Frankfurt (Oder) habe die Genehmigung erteilt. Das Gedicht „Nachlass“ von Klemt im Band ist Jens Gerlach gewidmet. Auch Gisela Steineckert, Klaus Walther und Wolfgang Eckert blicken in ihren Beiträgen auf Gerlach zurück. Steineckert gleich mit einer ganzen Anekdote: „Jens Gerlach war dabei, der später die schönen Jazzgedichte und die Verse über den Dorotheenstädtischen Friedhof verfasste und leider, leider die Originale unserem Gast aus Paris zur Verfügung stellte. Der nun ließ die Mappe in einer Gaststätte liegen, und obwohl alle herbeieilten und frühe Fassungen oder Erinnerungen an Auswendiggelerntes zur Verfügung stellten – es wurde nie mehr ein Frisches Ganzes.“ In „Der See“ findet sich das Gedicht „angeln“, die Kleinschreibung ist eine von Gerlachs Eigenheiten, die längst nicht mehr als eine Marotte sind, es ist „franz f.“ gewidmet, den jeder als Franz Fabian (17. Februar 1922 – 19. März 2010) identifizieren kann, der sich in „Petzow“ die Fotos in Ruhe anschaute.
Dort sieht man Fabian neben Brigitte Reimann, beide halten je einen prächtigen Hecht in den Händen und strahlen wie erfolgreiche Großwildjäger einst in Deutsch-Südwest. Ob es Fotos vom Angler Gerlach mit Beute gibt, weiß ich nicht. „angeln“ jedenfalls wie auch „aalfang“ und „aalräuchern“ scheinen und scheinen mir Missbrauchsfälle. An der Form Gedicht. Lothar Kusche drückte sich seinerzeit in der „Weltbühne“ etwas freundlicher aus. Er widersprach dem Bekenntnis des Lektors Günter Caspar, der übrigens als Kaspar Borz getarnt auch selbst als Gerlach-Kritiker in Erscheinung trat, gerade diese Gedichte hätten ihm gefallen, weil er selbst vom Angeln nichts verstehe. Kusche: „... allein das Stichwort Aalräuchern bewirkt, dass mir das Wasser im Munde zusammenläuft, und in solchem Zustand kann ich mit Gedichten gar nichts mehr anfangen.“ Was für ein Rauschen im Germanistenwald wäre laut geworden, hätte das ein lehrstuhlinhabender Lyrik-Leser von sich bekannt! „angeln“, so glaube ich, wäre verlustlos ein sehr ordentliches Feuilleton geworden, was nichts anderes heißt als: es musste kein Gedicht sein und war damit auch keins im Sinne meines Lyrik-Verständnisses. Was natürlich ein Vorurteil ist. „Der See“ ist das wahrscheinlich einzige Gedicht-Buch, das nur rund um den Schwielowsee kreist: in gleich mehreren Runden.
Dass selbst ausgewiesene Lyrik-Expertinnen nicht immer als ausgewiesene Lyrik-Expertinnen auftreten, beweist Ursula Heukenkamp in ihrer Arbeit „Dichterporträts“. Dort liefert Jens Gerlach mit seinen „Dorotheenstädtischen Monologen“ nicht mehr als einen Beleg für virtuosen Technik-Einsatz, nämlich der Technik, in ein Gedicht Verse oder Sätze des oder der Bedichteten einzuweben, zu integrieren. Parallelfälle sind ihr Wulf Kisten und Günter Kunert. Ganze Bände voller Porträts seien auch nicht mehr neu, ergänzt sie, ohne dass ihr bei Kunert wie Gerlach der nun wirklich unabweisbare Amerikaner Edgar Lee Masters einfällt, den Kunert einst sogar eigens bedichtete. Dass Gerlachs Porträts mehrheitlich gar keine Dichter-Porträts im Sinne ihres Themas sind, erwähnt sie ebenso wenig wie sie seiner alphabethischen Ordnung etwas abgewinnt außer der lapidaren Feststellung, dass sie so geordnet sind. Für mich war „Der See“ ein scharfer Kontrast nach den Monologen. Dort viel Botschaft, viel Lehre, viel direkte Ansprache, allzu abgegriffene Bilder auch, Honig an der Backe des Systems Sozialismus. Hier durchaus plötzlich viel privateste Privatheit, Todesgedanken, Todesahnungen, Todesvisionen, die man erst halbwegs verstehen kann, wenn man weiß, dass Gerlach 1990 nach langer schwerer Krankheit starb, wie die übliche Formel heißt.
Man kann auch besser verstehen, warum Petzow und der Schwielowsee im Band eine solch große Rolle spielen, wie sie es tun, wenn man weiß, dass Gerlach dort begraben sein wollte, obwohl er ein geborener Hamburger war mit nie ganz verlöschender Sehnsucht dorthin. Mein frühestes Lektüre-Erlebnis mit Jens Gerlach, es war mir entfallen, so dass ich erst intensiv private Lektüre-Register absuchen musste, hieß „Tatort Berlin“. Es war das Buch zum DEFA-Film gleichen Titels, 1958 produziert, unter den Mitwirkenden Hans-Peter Minetti, Sonja Sutter, Christel Bodenstein, Martin Flörchinger, erschienen im Verlag Neues Leben, 150 Seiten stark. Ich las es, erneuter Exkurs in die pure Privatheit, im Januar 1968 im Zug der Strecke Großbreitenbach-Ilmenau, die längst stillgelegt ist, das Gleisbett teilweise in einen Radweg verwandelt. Das war mein erster Zeitvertreib in der Bahn, nachdem ich ab September 1967 täglich von Gehren zur Erweiterten Oberschule Ilmenau, Goetheschule, fahren musste. Die Monatskarte, die ich nach Belieben nutzen durfte, war so billig, dass man es kaum sagen darf, sonst wäre doch nicht alles schlecht gewesen in diesem seltsamen Sozialismus. Sie kostete vier Mark. Gerlach besaß „die Raubfischqualifikation des Deutschen Anglerverbandes“. Auch das weiß ich von Jo Schulz. Und es scheint gar nicht zu stimmen, oder?
Günter Caspar fragte ihn für „Der See“ ein wenig aus und bekam deutliche Antworten auch zum Thema: „Ich hoffe auch zum Raubfisch befähigt zu sein; das allerdings kann mir der Anglerverband nicht bestätigen. Neben der Fahrerlaubnis ist jene gestempelte Marke im Anglerausweis meine wichtigste Qualifikation.“ Auch diese noch: „Vaterland und Heimat sind nicht unbedingt identisch, glaube ich. Die DDR ist mein Vaterland geworden, die Nordseeküste ist meine Heimat geblieben.“ Habe er ein besonderes Verhältnis zur Märkischen Landschaft? „Ein Ersatzverhältnis.“, lautet die Antwort, „Der Schwielowsee liegt in der Nähe von Berlin, die irischen Seen, die dänischen Fjorde und der Atlantik sind weit weg.“ Den Heinrich-Heine-Preis bekam er 1967 gemeinsam mit Günther Cwojdrak, nach Helmut Preißler und Bruno Frei 1966, vor Uwe Berger und Inge von Wangenheim 1968. Es war der zweite und letzte Preis, den die DDR für ihn übrig hatte. Ihr Ende überlebte er nur um zwei Monate. Seine letzte Ruhestätte bekam er wunschgemäß auf dem Friedhof Petzow. Dort lassen wir ihn ruhen, ohne noch „Das Licht und die Finsternis“ oder „okzidentale snapshots“ aus dem Regal zu ziehen. Auch „Spiegelbild“ steht da noch und das späte „Poesiealbum 214“. „Was ich schreibe, interessiert mich. Was ich geschrieben habe, hat mich interessiert.“ Eine klare Auskunft.